Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMST) - tagesklinisch oder lieber stationär?

Fast 500 Krankenhäuser in Deutschland bieten die multimodale Schmerztherapie als tagesklinische oder stationäre Leistung an. Ambulante multimodale Therapie wird im EBM nicht abgebildet. Die bei den Krankenkassen abgerechneten Fallzahlen sind gemessen am Bedarf aber niedrig. Im Durchschnitt werden 138 Fälle pro Krankenhaus abgerechnet, wobei manche Häuser bei nur 20 bis 30 Fällen liegen, andere bei fast 3000 Patienten pro Jahr.

Die Gründe dafür finden sich in den sehr komplexen Anforderungen an das Behandler-Team und den Behandlungsabläufen, die sich zwar standardisieren lassen, die aber trotzdem immer sehr patientenindividuell gestaltet sein müssen. Hier aus Sicht des Patienten, aber auch aus Sicht des Krankenhauses (Auslastung der Mitarbeiter), einen perfekten Ablauf zu gestalten, setzt hohe Kompetenz und Erfahrung voraus.

In diesem Umsetzungsworkshop berichtet ein erfahrener Schmerztherapeut mit weit überdurchschnittlichen Patientenzahlen über die Umsetzung des multimodalen Konzeptes in seinem Haus. Als Chefarzt und berufspolitisch engagierter Schmerztherapeut gibt er anschaulich weiter, wie hoher Qualitätsanspruch mit den wirtschaftlichen Interessen eines Krankenhauses korrespondieren können.

Die Teilnehmer dieser Veranstaltung erfahren – orientiert am Weg des Patienten durch das multimodale System – wie ein standardisierter Behandlungsprozess patientenorientiert

individualisiert werden kann, um dem jeweiligen Patienten gerecht zu werden. Abgedeckt werden vom Vorgespräch bis zur Entlassung die ärztlichen und nichtärztlichen Stationen, die korrekte Dokumentation und Abrechnung sowie das Zusammenspiel von MVZ, Tagesklinik und stationärer Versorgung.

Termine und Preise
20.09.2018
Frankfurt a. M. (Deutschland)
Preis: keine Angaben